Wie oft stopfen wir unser Essen zwischendurch mal schnell hinein, nur damit wir etwas im Magen haben? Das kann passieren am Arbeitsplatz, wenn wir vor dem Bildschirm, neben dem checken unserer Emails nochmal schnell ein Sandwich essen. Oder wenn wir im vorbeigehen uns ein Stück Schokolade reinschieben, ohne das uns das so richtig bewusst ist.

Wir essen oft einfach nur aus Gewohnheit oder Langeweile und nehmen dabei gar nicht wahr, was wir essen und wie es tatsächlich schmeckt

Nie wieder überessen

Durch die Übung des achtsamen Essens lernst du wieder, deine Mahlzeiten zu genießen und bewusst einzunehmen. Du beginnst wieder, das was du zu Essen bekommst wertzuschätzen.

Laut Intueat braucht dein Körper 20 Minuten bevor sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Das heißt, je schneller du isst, desto mehr wirst du auch essen.

Durch achtsames Essen wirst du dich nie wieder überessen fühlen. Du wirst aufhören dir unnötige und zu viele Kalorien reinzustopfen.

Und so geht’s…

Sobald du dein Essen vor dir hast, beginn nicht sofort es in dich hineinzuschaufeln.

Warte einen Moment und denk daran wer aller an der Wertschöpfung deiner Mahlzeit beteiligt war.

Nehmen wir für dieses Beispiel hier ein Wiener Schnitzel mit Reis her.

Wer war aller daran beteiligt, dass du dieses köstliche Essen vor dir haben kannst?

  • Der Bauer, der das Getreide oder den Mais für das Tierfutter hergestellt hat.
  • Jener Bauer, der das Kalb, Schwein oder die Pute ernährt und großgezogen hat.
  • Der Metzger, der das Tier geschlachtet hat.
  • Das Tier selbst, dass für dich sein Leben gelassen hast.
  • Die Reisbauern, welche den Reis angepflanzt und geerntet haben.
  • Der Pilot und der LKW Fahrer, welche den Reis importiert haben.
  • Der Hersteller der Semmelbrösel.
  • Das Huhn, das für die Panade seine Eier gelegt hat.
  • Der Müller, der für die Panade das Mehl gemahlen hat.
  • Und es werden dir sicherloch noch viele mehr einfallen.

Nimm dir nun einen Augenblick Zeit um im Gedanken „Danke“ zu all diesen Beteiligten zu sagen.

Nun nimm dein Essen mit allen Sinnen wahr. Wie riecht es? An was erinnert dich dieser Geruch? Vielleicht an etwas aus deiner Kindheit?

Wie sieht es aus? Welche Farben hast du auf deinem Teller?

Nun nimm den ersten Bissen zu dir.

Wie schmeckt es? Würzig, pikant, salzig? Wie fühlt es sich in deinem Mund an? Konzentriere dich wirklich nur auf den einen Bissen in deinem Mund. Beginne nicht schon während des Kauens, den nächsten Bissen mit Messer und Gabel vorzubereiten. Warte damit, bis du alles zerkaut und geschluckt hast.

Wie fühlt sich das Schlucken an? Spürst du schon den ersten Bissen in deinem Magen? Ist der erste Hunger schon gestillt?

Fahre nun Bissen für Bissen fort. Fühle auch immer in dich hinein, ob du schon satt bist oder du gar Gefahr läufst dich zu überessen.

Iss nur so viel, so dass es dir auch noch gut geht.

Mach es im Endeffekt genauso wie mit einem Glas guten Wein. Den leerst du auch nicht einfach achtlos in dich hinein. Du betrachtest ihn, riechst daran und kostest und versuchst dabei, alle Geschmacksrichtungen des Weines zu erschmecken.

Das liest sich jetzt sehr lange. In Wirklichkeit dauert dieser Prozess nur ein paar Augenblicke.

Wenn es dir zu Beginn noch schwer fällt, eine ganze Mahlzeit achtsam einzunehmen, starte zu Beginn mit kleinen Mahlzeiten oder Zwischenmahlzeit. Versuche zum Beispiel einen Apfel oder auch nur ein Apfelstück achtsam zu essen. Mit der Zeit wird dieses achtsame Essen für dich zur Routine werden.

Wie ist es euch beim ersten Mal ergangen? Hat euer Essen anders gescheckt? Habt ihr es bewusster wahrgenommen und wieder mehr geschätzt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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